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C.S. Lewis Lebensbild (Fried Fritsche)

aus 18plus, alles für die Arbeit mit jungen Erwachsenen

C.S.Lewis, der Apostel der Skeptiker - in einer guten Stunde vorgestellt.


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Inhaltsverzeichnis



C.S. Lewis – Apostel der Skeptiker

Ziele

  1. C.S. Lewis kennen lernen – als einen, der einen geistlichen Weg mit vielen biographischen Brüchen gegangen ist; der mit scharfem Verstand versucht hat den christlichen Glauben zu durchdenken.
  2. Neugierig werden auf die Bücher von C.S. Lewis.
  3. Einen Mensch kennen lernen, der durch die Beschäftigung mit der Bibel geprägt worden ist (z.B. Narnia-Bücher die Wahrheiten der Bibel als Kindergeschichte umgesetzt hat).

Worin liegt die Bedeutung von C.S.Lewis?

  1. Apostel der Skeptiker – Fragen und Argumente ernst genommen hat. Gerade in der Kriegszeit und danach hat er den christlichen Glauben gegen die vielen Einwände „verteidigt“. (Apologet)
  2. Lewis hatte keine Angst, sich mit den Argumenten von Atheisten auseinander zu setzen („Folge dein Argument, wo es dich hinführt“).
  3. Er war nicht nur Denker, sondern eben jemand, der auch existentiell in seinem Leben den Glauben an Christus durch buchstabieren musste.
  4. Seine in Gattungen sehr unterschiedlich geschriebene Literatur – von komplizierten theologisch-philosophischen Schriften hin bis zu Phantasy-Märchen, die auf einfach zu verstehende Weise tiefe Wahrheiten transportieren.

Vorgehensweise

10:00 Begrüßung und Einführung

10:05 Biographie- Quiz mit den Teilnehmern:

Bitte bringt folgende biographischen Wendepunkte bei C.S. Lewis in die richtige Reihenfolge.

  1. Tod der Mutter
  2. Internatsschulen
  3. Soldat der britischen Armee
  4. Lehrauftrag in Oxford
  5. der „widerwilligste Bekehrte in ganz England“
  6. „The Inklings“
  7. Präsident des Socratic Club in Oxford
  8. berühmt gewordene Radiovorträge
  9. Narnia-Bücher
  10. Lehrstuhl für Literatur in Cambridge
  11. Hochzeit mit Joy Davidman

Fließend mit Quiz: Biographie erzählen

10:35 Narnia-Bücher + Trailer

10:50 Pardon, ich bin Christ + Leseprobe

11:10 Dienstanweisung für einen Unterteufel + Leseprobe

Anschließend:

Drei Gesprächsrunden:

  • „Verstand + Gefühl“
  • „Apostel der Skeptiker“ (wo bin ich Skeptiker?)
  • „Apologetik heute?“ (wo habe ich Schwierigkeiten meinen Glauben zu erklären?)


Biographie

1898 Clive Staples Lewis wird am 29. November in Belfast, Nord Irland, als Sohn von Albert J. Lewis, Rechtsanwalt, und Florence Lewis geboren. Auch seine Mutter verfügt, ungewöhnlich für damalige Verhältnisse über einen Hochschulabschluss. Sein Bruder Warren ist drei Jahre älter. Die Brüder wachsen in einem bürgerlichen, gebildeten Elternhaus auf. Sie wird eine lebenslange Freundschaft verbinden. Clive Staples äußert den Wunsch, „Jack“ genannt zu werden.

Die Bedeutung von Literatur im Elternhaus ist überall gegenwärtig: „Es gab Bücher im Arbeitszimmer, Bücher im Wohnzimmer, Bücher in der Garderobe, Bücher (zwei Reihen tief) in dem großen Bücherschrank auf dem Treppenabsatz, Bücher in einem der Schlafzimmer, Bücher in Stapeln so hoch wie meine Schultern auf dem Speicher…“Das Lesen von Geschichten, das Erfinden von Phantasiewelten zusammen mit seinem Bruder und das Niederschreiben und Illustrieren von Geschichten ist Jacks liebste Kindheitsbeschäftigung.

1908 Die Mutter stirbt an Krebs. Lewis verliert mit diesem Verlust, den auch sein Vater nicht verkraftet, seinen Kinderglauben an Gott. Im September wird Lewis in das Internat der Wynyard School in Watford, Hertfordshire geschickt, eine Schule unbarmherziger Prügelpädagogik. Sie wird von Lewis "Belsen" in Anlehnung an das Konzentrationslager genannt.

1910 Als diese Schule geschlossen wird, kommt Lewis im September als Internatsschüler ans Campbell College in Belfast, das nur eine Meile vom Elternhaus entfernt ist. Er bleibt dort bis November, als er wegen schweren Atemproblemen von der Schule genommen wird.

Seine Abneigung gegen die Internatsschulen wird Lewis anhand der Protagonisten in seinen Narnia-Büchern lebhaft beschreiben.

1911 Lewis wird nach Malvern, eine Internatsschule in England geschickt und anschließend von einem Privatlehrer unterrichtet. Dieser ist hochgebildet, und Atheist. Lewis schreibt später über ihn: „Es war einen Atmosphäre unnachgiebiger Klarheit und strenger Ehrlichkeit der Gedanken, die man einatmete, indem man mit ihm zusammenlebte – und das wird mir dienlich sein, solange ich lebe.

1917 Vom 26. April bis September ist Lewis Student am University College in Oxford. Beim Ausbruch des 1. Weltkrieges wird er Soldat der britischen Armee. Von Januar 1919 bis Juni 1924 nimmt er seine Studien am University College in Oxford wieder auf, wo er 1920 die erste öffentliche Universitätsprüfung mit Ehren in Griechisch und Latein, 1922 die Abschlussprüfung in Philosophie und antiker Geschichte und 1923 die erste öffentliche Universitätsprüfung in Englisch ablegt.

1925 erhält Lewis eine Fellowship, d.h. einen größeren Lehrauftrag, für englische Sprache am ehrwürdigen Magdalen College in Oxford. Er begegnet J.R.R. Tolkien zum ersten Mal. Beide werden Freunde, „ein kongeniales Gespann, das sich in Bierdunst und Tabakqualm zu fabulierender Höchstform steigert und einmal eine Weltliteratur besonderer Art begründen wird“.

Lewis ist auf einer geistlichen Suche. Die Beziehung zu Freunden ist für seine Entwicklung von großer Bedeutung. So schreibt er z.B. über einen Freund: „Bald musste ich den Schock erleben, dass er – offensichtlich der intelligenteste und bestinformierte Mann in jenem Seminar – ein Christ war und durch und durch an die übernatürliche Welt glaubte“.

Das Lesen von Romanen nimmt ebenso eine große Bedeutung ein, z.B. das Buch „Phantastes“ von George MacDonald, einem schottischen Schriftsteller und Prediger (1824-1905). Lewis schreibt: „George MacDonald hatte mehr in mir bewirkt als jeder andere Schriftsteller; freilich war es ein Jammer, dass er diese Marotte mit dem Christentum hatte“. – und an anderer Stelle: „Ein junger Mann, der Atheist zu bleiben wünscht, kann nicht vorsichtig genug in seiner Lektüre sein“.

1929 Lewis wird Theist, d.h. er ringt sich zu einem grundsätzlichen Glauben an einen wie auch immer zu definierenden Gott durch, ohne dabei schon Christ zu sein: "Im Trinity Term 1929 räumte ich das Feld und gab zu, dass Gott Gott war und kniete nieder und betete; vielleicht in jener Nacht der niedergeschlagenste und widerwilligste Bekehrte in ganz England…". Er beschreibt seine Entscheidung als „merkwürdig emotionslos“. Kurzum: „Ich entschied mich!!

1931 Lewis wird Christ: Eines Abends im September hat Lewis ein langes Gespräch mit J.R.R. Tolkien (einem religiösen Katholiken) und Hugo Dyson. (Die Zusammenfassung dieser Diskussion wird von Arthur Greeves in "They Stand Together" nacherzählt.) Die Diskussion an jenem Abend ist ein wichtig Auslöser für das Ereignis des folgenden Tages, das Lewis mit folgenden Worten in "Surprised by Joy" niederschreibt: "als wir [Warnie und Jack] aufbrachen [mit dem Motorrad zum Whipsnade Zoo] glaubte ich nicht, daß Jesus Christus der Sohn Gottes sei, und als wir am Zoo ankamen glaubte ich es."

1933 Das Herbstsemester bezeichnet den Anfang der Zusammentreffen eines Freundeskreises Lewis', genannt "The Inklings" („Schreiberlinge“ oder „Tintenklekser“). Für die nächsten 16 Jahre bis 1949 treffen sie sich weiterhin in Jacks Raum am Magdalen College am Freitag Abend und kurz vor Mittag montags oder Freitags in einem Hinterzimmer des "The Eagle and Child", einem Pub, den Einheimischen als "The Bird and Baby" bekannt. Mitglieder waren unter anderem J.R.R. Tolkien und sein Bruder Warren.

„Bei den Inklings gab es ein unveränderliches Ritual. Wenn etwas ein halbes Dutzend eingetroffen war, wurde Tee zubereitet, und dann, wenn die Pfeifen gut zogen, sagte Jack: „Nun, hat uns niemand etwas zum Vorlesen mitgebracht?“ Schon kam ein Manuskript zum Vorschein, und wir ließen uns nieder, um darüber Gericht zu halten – und zwar wirklich unparteiisches Gericht, da wir keine Gesellschaft für gegenseitige Bewunderung waren“.

1941 Vom 2. Mai bis 28. November veröffentlicht "The Guardian" 31 "Screwtape Letters" (Dienstanweisung an einen Unterteufel) in wöchentlichen Fortsetzungen. Lewis wird geschätzter Mitarbeiter der BBC im Rundfunk.

1942 Lewis wird Präsident des neu gegründeten „Oxford University Socratic Club“ mit der Devise: „Folge dem Argument, wohn es dich auch führt“. Seiner Meinung nach soll diese Maxime auch auf das Für und Wider des christlichen Glaubens angewendet werden. Er ist überzeugt von der Wahrheit des Evangeliums und respektiert hoch qualifizierte Atheisten mit ihren Argumenten. Dieses Forum verschafft auch Christen das Recht auf ein uneingeschränktes Hinterfragen von Positionen der erben der so genannten Aufklärung.

1944 werden per Radio die von Lewis vorher aufgenommenen Vorträge "Beyond Personality" ausgestrahlt. Die gesammelten Vorträge Lewis' die das BBC ausstrahlte wurden schließlich unter dem Titel "Mere Christianity" (Pardon, ich bin Christ) veröffentlicht. Vom 10. November 1944 bis zum 14. April 1945 wird "The Great Divorce" (Die große Scheidung) in wöchentlichen Folgen in "The Guardian" veröffentlicht. ("The Guardian" war eine religiöse Zeitung, die ihre Auflage 1951 einstellte; Es besteht keine Verbindung zu dem Manchester Guardian.)

Lewis wird so zu einer bedeutenden Stimme in England im zweiten Weltkrieg.

1946 wird Lewis der Ehrendoktor in Theologie an der Universität St. Andrew verliehen.

1947 Das Nachrichtenmagazin Time stellt ihn in einer beachtenswerten Titelgeschichte einem internationalen Publikum vor. Es ist ein weltweiter Durchbruch mit Wirkungen bis unsere Zeit.

1950 beginnt der Briefwechsel zwischen C.S. Lewis und Joy Davidman, einer amerikanischen Journalistin

1952 Im September trifft er Joy Davidman das erste Mal. Sie verbringt die Weihnachtstage in Lewis`Haus, in dem er mit seinem Bruder Warren wohnt, genannt "The Kilns". Im folgenden Jahr zieht Joy mit ihren Söhnen David und Douglas nach England.

1954 Im Juni nimmt Lewis den Lehrstuhl für Literatur des Mittelalters und der Renaissance in Cambridge an.

Trotz seiner wachsenden Bekanntheit beantwortet er jede Anfrage von Lesern, besonders von kindlichen Lesern der Narnia-Bücher, persönlich in Briefen, die er stapelweise jeden Tag zur Post bringen lässt.

1955 Am 23. April heiratet er Joy Davidman standesamtlich im Oxforder Standesamt, damit sie die Britische Staatsbürgerschaft erhält um vor der drohenden Ausweisung geschützt zu sein. Joy erkrankt kurz darauf an Krebs.

1959 Lewis wird von der Universität in Manchester der Ehrendocktor für Literatur verliehen. Joys zustand verschlimmert sich, der Krebs breitet sich immer schneller aus.

1960 Joy stirbt am 13. Juli im Alter von 45 Jahren.

1963 Lewis stirbt am Freitag den 22. November in "The Kilns", eine Woche vor seinem 65. Geburtstag am selben Tag an dem Präsident Kennedy ermordet wird. Er wird zum Ehrenmitglied des Magdalene College in Cambridge gewählt. Sein Grab befindet sich im Garten der Holy Trinity Church in Geadington Quarry in Oxford.