Film-Talk 1 (Martin Burger)
aus 18plus, alles für die Arbeit mit jungen Erwachsenen
Der Weg von Mensch zu Mensch ist nicht immer einfach. Vor allem dann, wenn „die anderen“ es einem ziemlich schwer machen. Interessant wird’s dann, wenn Grenzen und Vorurteile überwunden werden. Filme, die dies aufgreifen, sind deshalb spannend, weil die handelnden Personen etwas erleben, das wir uns oft selber wünschen: dass wir so wahr- und angenommen werden, wie wir sind, dass Veränderungen möglich sind, dass Menschen sich mit anderen Augen sehen lernen und Vorurteile überwinden.
| Film-Talk 1 | |
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| Autor | Martin Burger |
| Erscheinungsdatum | |
| Publikation | 18plus |
| Kategorien | |
Lizenzbestimmungen: Alle Rechte vorbehalten.
Inhaltsverzeichnis |
Filme
Ich stelle euch drei Filme vor, die in ihrer Unterschiedlichkeit doch einiges gemeinsam haben – die alltäglichen Probleme und Hindernisse, die uns und anderen das Leben schwer machen und das „Wunder“, das zur Veränderung führt.
„Besser geht’s nicht“
Zwar verdient Melvin seinen Lebensunterhalt mit dem Verfassen von Liebesromanen, doch privat ist er ein menschenverachtendes Ekelpaket. Das muss vor allem sein Nachbar erfahren, der als Homosexueller und Hundebesitzer gleich doppelt den Ärger des Gestörten weckt. Einzig der Kellnerin seines Stammlokals bringt Melvin einen Hauch von Respekt entgegen, und ihr gelingt es schließlich auch, eben nach dem Motto „besser geht’s nicht“, ihn mit wahrer Liebe für das Leben zu gewinnen.
„Italienisch für Anfänger“
In einer tristen Kopenhagener Vorstadt kreuzen sich zufällig die Wege von sechs Personen, die vom Schicksal nicht gerade begünstigt sind. Ein aufbrausender Kellner, dessen verklemmter Chef, ein verwitweter Pastor, die vereinsamte Chefin des örtlichen Friseursalons, eine ungeschickte Verkäuferin sowie eine italienische Spülerin mühen sich mehr schlecht als recht mit dem Alltag ab. Zufälle, Missgeschicke und Todesfälle bringen die Protagonisten dazu, aus ihren verkrusteten Strukturen auszubrechen und das Leben zu genießen.
„Chocolat“
Eine junge Frau versetzt im Jahr 1959 die braven Bürger eines abgelegenen französischen Dorfs mit der Eröffnung einer Chocolaterie in Unruhe und führt sie in vielerlei Versuchung. Romantische Komödie mit berührenden und tragikomischen Momenten, die für Toleranz und die Würde des Menschen ebenso wie für Lebensfreude plädiert.
Umsetzung
Alle drei Filme sind für junge Erwachsene gut geeignet und können z.B. bei der „Fachstelle Medien“ der Diözese Rottenburg-Stuttgart ausgeliehen werden. Zur Auseinandersetzung mit dem Film empfehle ich ein „geleitetes Sehen“, d.h. es gibt eine Einführung in den Film, die inhaltlich eine bestimmte Spur legt und sich hinterher als Schlussimpuls nochmals aufgreifen lässt. Gespräche darüber entstehen dann fast schon von alleine. Auch eine Unterbrechung des Films mit inhaltlicher Tiefenbohrung ist spannend, setzt aber eine intensive Vorbereitung mit den Themen des Films voraus.
Identität/Glaube
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Freizeit
Politik