Film Talk - Sport (Martin Burger)
aus 18plus, alles für die Arbeit mit jungen Erwachsenen
Die Gemeinsamkeit von Film und Sport...
| Film Talk - Sport | |
|---|---|
| Autor | Martin Burger |
| Erscheinungsdatum | |
| Publikation | 18plus |
Lizenzbestimmungen: Alle Rechte vorbehalten.
Inhaltsverzeichnis |
Filmtalk
In Sport und Fitness steckt Bewegung, oder Neudeutsch: movement. Und schon sind wir bei der Gemeinsamkeit von Filmen und Sport. In beiden findet sich „move“. Beim Sport bewegt sich der Mensch. In den „Movies“ die Bilder, die wiederum uns bewegen. Wenn beides zusammenkommt, dann sind es meist Geschichten voll aus dem Leben. Geschichten mit Bewegung und Spannung, Anteilnahme und Identifikation. Oft aber auch Geschichten zwischen Pathos, Kitsch und Wirklichkeit. In diesem Spannungsrahmen bewegt sich auch „Cool Runnings“. Die Geschichte einer jamaikanischen Bobmannschaft ist für mich ein Klassiker unter den Sportfilmen. Wie selbst eine Niederlage zu einem Sieg werden kann, zeigt diese Disney-Produktion mit einer entwaffnenden Einfachheit. Dass es in Sportfilmen (vor allem in amerikanischen) nicht immer um Baseball oder Football gehen muss, zeigt auf eindrückliche Weise „Kick it like Beckham“. Die „schönste Nebensache der Welt“ bildet den Hintergrund der Geschichte über eine junge Frau indischer Herkunft, die ihren Weg in der Gesellschaft gegen sämtliche Standesordnungen sucht und findet. Dass dies nicht einfach und mit vielen Schwierigkeiten verbunden ist, liegt auf der Hand. Gerade die Verbindung mit (Frauen-)Fußball macht deutlich, was im Leben der jungen Frau wichtig ist: Toleranz, Fairness, Emanzipation und Teamgeist. Bei „Save the last dance“ zeigt sich die sportliche Ader in Filmen von einer anderen Seite. Eine junge Frau gibt sich die Schuld am Tod ihrer Mutter, versagt sich eine Karriere als Ballett-Tänzerin und zieht zu ihrem geschiedenen Vater nach Chicago. In einem vornehmlich von Schwarzen bevölkerten Viertel knüpft sie neue Freundschaften und fasst über den HipHop neuen Lebensmut und meistert ihre Familiensituation.
Bewegung im Sport allein ist schon faszinierend. Noch eindrücklicher wird es, wenn Bewegung in das Leben von Menschen kommt. Wenn unmenschliche Verhältnisse sich verändern, wenn Menschen ihren eigenen Weg entdecken, wenn Menschen sich aufeinander zu bewegen. Filme, in denen diese Veränderungen dargestellt werden, bewegen uns und ermutigen uns vielleicht dazu, uns zu bewegen.
Martin Burger, Martin.burger@ejr.de, Jugendreferent im Evangelischen Bezirksjugendwerk Reutlingen
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