Herausforderung - Junge Erwachsene (Anne Winter)
aus 18plus, alles für die Arbeit mit jungen Erwachsenen
Impulstag für die Arbeit mit jungen Erwachsenen...
| Herausforderung Junge Erwachsene | |
|---|---|
| Autor | Anne Winter |
| Erscheinungsdatum | 2005 |
| Publikation | 18plus |
| Kategorie | |
Lizenzbestimmungen: Alle Rechte vorbehalten.
Inhaltsverzeichnis |
Impulstag für die Arbeit mit jungen Erwachsenen (12. März 2005 in Leonberg)
„Herausforderung: Junge Erwachsene“ - Anne Winter (Arbeitsbereich Junge Erwachsene im ejw) -
Es ist bei mir jetzt über 15 Jahre her, dass ich Abi gemacht habe. Und am Schluss der Abizeit gibt’s ja immer eine Abizeitung, in der alle Abiturienten auf irgendeine Art und Weise porträtiert werden. Kürzlich bekam ich mal wieder so eine Abizeitung, allerdings eine aktuellere als die eigene in die Hand – und fand es unwahrscheinlich spannend, darin zu schmökern. Die Abiturienten wurden darin befragt zu unterschiedlichen Themenfeldern: Glaube – Liebe – Zukunft – Geld – Hoffnung – Motto... Einige dieser Statement dieser 18-, 19-, 20-jährigen, dieser jungen Erwachsenen am Anfang meiner Ausführungen...
Zum Thema Glaube:
- Glaube halte ich für etwas sehr wichtiges im Leben. Damit ist nicht nur der Glaube an Gott (oder irgendein Überwesen) gemeint, sondern auch der Glaube an sich selbst, an die eigenen Fähigkeiten. Wer nicht an sich glaubt, hat im Leben bestimmt keinen Erfolg. - Ich glaube 1. so was interessiert keinen, 2. an eine geistige Kraft, die zirkulierend ohne Anfang und Ende bleibt und sich in unserer materiellen Welt manifestiert. Sie ist um uns, in uns und wir nur deren Auswirkungen (siehe Star Wars: „Die Macht“) - Ich glaube nur an mich selber. - Ich glaube nicht, sondern ich weiß, dass die letzten zwei Jahre Religionsunterricht pure Zeitverschwendung waren. - Ich glaube an das Schicksal, aber auch daran, dass ich für ein gutes Schicksal selbst aktiv werden muss. - Wahrscheinlich würde ich zu diesem Thema anders stehen, wenn es die Kirche und die sogenannten „Christen“ nicht geben würde. - Ich glaube an die Ewigkeit und dass jeder jedem mal vergibt (Die Toten Hosen) - Man kann an sehr viele Dinge im Leben glauben, wenn man will. Bis zuletzt glaubte ich noch an die Titelverteidigung des FC Bayern München.
Zum Thema Zukunft:
- das hat noch Zeit - Ich werde im Oktober anfangen, in Heidelberg Chemie zu studieren. Dieses Studium möchte ich mit der Promotion zum Dr.rer.nat abschließen. Meine Berufsziele sind: Professor für organische Chemie oder eine Führungsposition in der Industrie. Früher wollte ich immer Schauspieler werden. Mal sehen was davon wahr wird. - Zivildienst; schaffe, schaffe, Häusle baue. - Ein Jahr USA, dann sehen wir weiter - Urlaub, Banklehre, heiraten, 10 Kinder - Für einen Monat nach Madrid, für ein halbes Jahr nach Chile und für ein Leben voller Überraschungen - Studieren, aber was? - Abwarten was kommt - Ich will nach Kanada ziehen, einen Holzfäller heiraten, neun Kinder kriegen und meine eigene Schreinerei aufmachen, und wenn das nicht klappt, werd’ ich eben Lehrerin.
NEON:
Seit Anfang 2003 gibt es die Zeitschrift „NEON“ auf dem Markt. Erscheint monatlich. Sie trägt den Untertitel: „eigentlich sollten wir erwachsen werden“... „Eigentlich sollten wir erwachsen werden“ – dieser Satz drückt für mich das Lebensgefühl vieler junger Erwachsener aus. „Eigentlich sollten wir erwachsen werden...“ – aber irgendwie wollen wir nicht. Wir sind keine Jugendlichen mehr, das haben wir hinter uns... – aber „erwachsen“ sein, nein, das wollen wir eigentlich auch nicht. Denn „erwachsen“ sein ist der Inbegriff für spießig, langweilig, eingespurt, festgelegt, fertig, unflexibel.
NEON schreibt in ihrer Selbstdefinition:
Wir glauben: Junge Frauen und Männer brauchen nicht nur Männer- oder Frauenmagazine, sondern auch eine Zeitschrift, die beide Geschlechter vereint. Weil junge Frauen und Männer gleichermaßen den Wunsch verspüren, im Leben voranzukommen. Weil sie die Angst teilen, dabei unglücklich zu werden. Weil sie wissen, dass ihre Jugend vorbei ist, aber hoffen, dass der Ernst des Lebens noch lange auf sich warten lässt.
„Eigentlich sollten wir erwachsen werden“ – da steckt beides drin:
die Herausforderung, die es anzupacken gilt, nämlich: das eigene Leben zu gestalten. Aber auch die Angst, das nicht zu packen. _ 5 Schritte...
1. ) Junge Erwachsene – eine oft schwer „zu greifende“ Altersgruppe.
Wer sind sie eigentlich? Wenn man in die Geschichte kuckt, dann gab es dort zunächst vor allem zwei Lebensphasen. Die Kindheit und das Erwachsenenalter. Dazwischen gab es nichts. Später kam das Jugendalter als eigene Lebensphase dazu.
Im Lauf der letzten Jahre und Jahrzehnte müssen wir immer mehr eine vierte Lebensphase wahrnehmen, die sich mit ihren nochmals eigenen Themen zwischen Jugend- und Erwachsenenalter geschoben hat.
Eine Such- und Orientierungsphase, in der junge Menschen die Abhängigkeiten von Kindheit und Jugend zwar hinter sich gelassen haben, aber noch lange nicht die Verantwortungen des Erwachsenenlebens ausfüllen.
Das KJHG hat die 6-26jährigen im Blick. Es spricht bis zum 18.Lebensjahr von Kindern und Jugendlichen. Bei jungen Menschen von 18 bis 26 von „jungen Volljährigen“, also „junge Erwachsene“.
Das KJHG hebt diese „Zwischen-Altersphase“ – nicht mehr Kind, nicht mehr Jugendlicher, aber auch noch nicht erwachsen- extra hervor. Gesteht ihr (im Gegensatz zu der Jugendarbeit vielerorts) ihr eigenes Recht, ihren Schutz, ihre Themen zu.
Das KJHG versucht sie altersmäßig einzuordnen, auch wenn wir alle wissen, dass das nur schwer möglich ist. Dass es zu kurz greift, JE allein über das Alter zu definieren. Zu unterschiedlich entwickeln sich Biografien junger Menschen in diesem Alter:
Da ist der 19jährige, der gerade Abi gemacht hat, jetzt seinen Zivi anfängt, aber noch überhaupt keine Ahnung hat, was er danach machen wird.
Da ist die 22jährige, die bereits fest im Berufsleben steht, ihre eigene Wohnung hat, vieles ist bereits fest eingespurt.
Da ist die 25jährige, die vor drei Jahren geheiratet hat, vor kurzem ihr erstes Kind bekommen hat, und bereits mit ihrem Mann ins eigene Häuschen eingezogen ist.
Da ist der 26jährige, der für seine Firma immer wieder im Ausland unterwegs ist, USA, Hongkong, Spanien. Absolut eingespannt im Beruf. Bestverdiener. Mit der eigenen Penthousewohnung in der Stadt. Auf dem Weg der Karriereleiter steil nach oben.
Da ist der 20jährige, der beruflich in die Fußstapfen seines Vaters tritt und nach wie vor in seinem Kinder- und Jugendzimmer zuhause bei den Eltern wohnt.
Der Wald der Lebensentwürfe ist bunt und nicht (mehr) auf einen Nenner zu kriegen. Während in der Kindheit und in der Schulzeit Biografien noch einigermaßen ähnlich verlaufen, driften im Junge-Erwachsenen-Alter Lebensläufe, Lebensvorstellungen, Lebenswelten immer weiter auseinander.
Wo früher Lebensläufe vielfach klar vorgezeichnet und vorhersagbar waren, ist die Lebensphase von jungen Erwachsenen heute zu einer „offenen Lebensphase“ geworden.
Das typische Lebenslaufmodell, den geradlinigen und klar vorgezeichneten, den „richtigen“ Weg gibt es dabei nicht. Das heißt auch: „DEN“ jungen Erwachsenen gibt es nicht.
Was aber dennoch bei aller Vielfalt und Unterschiedlichkeit auf einen Nenner zu bringen ist: Die Lebensphase der jungen Erwachsenen, die mit dem Schulabschluss beginnt und bei jedem unterschiedlich lange andauert, ist eine Zeit, die einer Art Teststrecke gleicht.
Ist bei allen eine Zeit des Suchens und Experimentierens, des Probierens und Orientierens, des Entscheiden- und sich-Zurechtfinden-Müssens.
Eine Teststrecke, auf der herauszufinden gilt, wie man sich sein Leben vorstellen könnte, wie man es „einspuren“ will...
Eine Art „zweite Pubertät“, eine zweite Selbstfindungsphase. Suchen...
- Den eigenen Fähigkeiten.
- Dem eigenen Lebensstil.
- Den eigenen Werten.
- Dem Ort, an dem ich leben will.
- Nach tragenden Beziehungen.
- Nach der eigenen Persönlichkeit.
- Nach einem eigenen tragfähigen Glauben.
Jeder ist gefordert, in einem Prozess von An- und Umbauten seinen ganz individuellen Lebensweg zu entwickeln. Jeder ist sein eigenes Planungsbüro. Konstrukteur seines eigenen Lebensentwurfs. Junge Erwachsene sind heute in einem Umfang wie wohl nie in der Menschheitsgeschichte zuvor herausgefordert, ihre eigene Identität, ihr eigenes, für sie stimmiges Lebens-, Werte- und Glaubenskonzept zu finden. -
Ein Prozess vom Experimentieren zum Sich-Festlegen, mit dem Ziel eigenständige profilierte Persönlichkeiten zu werden, die das entdecken und anpacken, was „ihr Ding“ ist und die sich im Dschungel des Lebens mit seinen vielen Herausforderungen zurechtfinden, um dann„ihren Mann/ihre Frau“ stehen zu können.
Wenn man bei Google den Begriff „Junge Erwachsene“ eingibt, spuckt er 417.000 Einträge aus.
Banken, Krankenkassen, Existenzgründungsunternehmen, Auslandsaufenthaltsangebote,
Reiseunternehmen – und das freut mich natürlich auch die kirchliche Jugendarbeit scheinen, wenn
man ein bisschen durchblättert, die Hauptinteressenten an dieser Zielgruppe zu sein.
Interessenten also, die ganz klar ansetzen an dem „Suchverhalten“ dieser Altersgruppe und dies
nutzen für ihre je eigenen Interessen.
Junge Erwachsene haben bereits einiges hinter sich an Lebensgeschichte, Sozialisation, Schulausbildung, Erfolgen, Enttäuschungen, Niederlagen, Verletzungen, Siegen. Und jetzt wird der Stift mehr und mehr an sie abgegeben und sie sind selbst gefordert, ihre Geschichte weiterzuschreiben. Mit ihren eigenen Worten...
Und es ist so: Wir brauchen da nur unsere eigene Biografie ankucken: Die weitreichendsten Lebensentscheidungen, Weichenstellungen und Einspurungen in den unterschiedlichen Lebensbereichen fallen innerhalb der Lebensphase von 18 bis 30 Jahren - meist in einem Zeitraum von fünf bis zehn Jahren: Berufswahl und Arbeitsplatzsuche, Wohnortwechsel, Ablösung von bisherigen Bezugspersonen (Eltern, Freundeskreis, Studienkollegen, Schule, Jugendarbeit, Vereine...), Suche nach der passenden Lebensform.
2. Gesellschaftliche Herausforderungen
Dieses Suchen an sich ist oft genug schon für viele eine Riesenherausforderung. Angesichts unterschiedlicher kulturgeschichtlicher Veränderungen unsrer Zeit wird sie aber nicht leichter werden. Im Gegenteil...
Ich nenne nur einige Stichworte: Globalisierung – Grenzen lösen sich auf: Örtliche/räumliche Grenzen:
Das heißt: die ganze Welt wird zum Dorf. Grenzen lösen sich auf. Multikonzerne arbeiten überall auf der ganzen Welt. Gerade von jE wird oft erwartet, dass sie heute hier und morgen dort sind. Überall und letztlich nirgends. Moderne Nomaden. Jederzeit überall erreichbar. In Kürze die größten Entfernungen hinter sich lassen. Internet, Fernsehen, Handy, Email, Chatrooms überwinden Grenzen. Überall sein und letztlich doch nirgends.
Aber wo gehört man hin? Wo ist man zuhause? Heimatorte, Haltorte, Eingebundensein in feste und verlässliche Beziehungsstrukturen lösen sich damit immer mehr auf.
Zeitliche Grenzen: Normalarbeitszeiten, Normalessenszeiten, Normalfreizeiten gibt es so nicht mehr. Vielerorts haben wir die Nacht abgeschafft. Und immer mehr auch den Sonntag. Jahreszeiten werden biologisch ausgetrickst: Rosen gibt es auch im Winter – und Erdbeeren auch.
Und wir haben auch die Ewigkeit als Dimension verloren. Leben muss hier und jetzt alles mitnehmen, was sich bietet. Die Weltzeit ist geschrumpft auf die individuelle Lebenszeit. Geburt und Tod des einzelnen sind Anfang und Ende der Welt. Das bringt uns unter enormen Druck im Blick auf die Realisierung dessen, was wir im Leben alles mitnehmen wollen.
„Traditionelle“ Grenzen:
Autoritäten werden „entheiligt“: Pfarrer, Doktoren, Fürsten, Politiker sind „normale“ Menschen.
Nur weil sie ein bestimmtes Amt innehaben, haben sie noch lange nicht Recht.
Sie sind nicht mehr „per se“ Orientierungspersonen.
„Die Kirche schachmatt“ singt es Herbert Grönemeyer in seinem Lied „Chaos“, seiner Zeitansage. Gesellschaftlich jahre-, jahrhundertelang relevante Institutionen verlieren ihren Einfluss, ihre Kontrolle. Kirchen, Parteien, Vereine, Gewerkschaften.
Nur weil etwas schon immer so war, muss es noch lange nicht gut und richtig sein. Nur was überzeugt, was „alltagstauglich“ wird, was Orientierung bietet, was glaubwürdiges Profil zeigt, wird auch als Autorität anerkannt. Alles wird auf seinen Sinn und seine Wahrhaftigkeit hin überprüft.
- Pluralisierung:
- Wertewandel:
Im Jahr 2001 hat Ulrich Wickert ein Buch veröffentlicht, das damals lange Zeit in den Bestsellerlisten war: „Der Ehrliche ist der Dumme – Über den Verlust der Werte.“ Der „Verlust der Werte“, der „Werteverlust ist oft in aller Munde. Aber vielleicht muss es besser heißen „Wertewandel“ oder „Wertekrise“.
Denn Linien, nach denen der Mensch sein Leben ausrichtet, wird es immer geben... Es geht um den Verlust der „gemeinsamen“ , vielleicht auch der „guten alten“ Werte. Jeder hat heute seine eigenen Werte... – und die können sehr unterschiedlich sein... Wir leben in einem „Wert-All“ – alles ist möglich – und: alles ist erlaubt. Es gibt nicht mehr die eine „Werte-Linie“, an die alle sich halten... Jede Szene, jedes Milieu schafft sich sein eigenes Wertesystem. Jeder macht sich in seinen eigenen vier Wänden sein Regelwerk.
Werte sind in einer pluralistischen Gesellschaft zunehmend Ausdruck der jeweiligen Präferenzen geworden, die jeder selbst setzt und dafür anderen immer weniger eine Begründung schuldet. Und wenn sich ein interessanterer Wert findet, sind sie jederzeit austauschbar. Und was für die Werte gilt, gilt ganz genauso auch für die Religion, die Religionen. Den Glauben. Den einen, eine Gesellschaft verbindenden Glauben gibt es nicht mehr.
Multioptionalität – Markt der Möglichkeiten in allen Bereichen: In New York gibt es ein Geschäft mit dem Firmennamen „Just Bulbs“, das 2500 verschiedene Sorten von Glühbirnen anbietet. Früher hat eine gereicht.
Das Spektrum der Berufe ist unübersehbar geworden. Um 1700 gab es 200 verschiedene Berufe. Heute sind es um die 30.000. Und es werden täglich mehr.
Die Formen des Zusammenlebens haben sich vervielfältigt: Ein-Eltern-Familien, Singlehaushalte, Homoehe, nichteheliche Lebensgemeinschaften, Lebensabschnittspartnerschaften, Wohngemeinschaften, die klassische Kleinfamilie, diverse Patchworkfamilien.
Die Steigerung der Optionen gilt für alle Bereiche und Seinsebenen von der Brötchenauswahl morgens beim Bäcker, von den Produkten in den Supermärkten bis zu den Weltanschauungen und Sinnangeboten.
Und dabei sind alle Meinungen , Lebensstile, Deutungsmuster, Werte, Glaubensausrichtungen gleichermaßen legitim, gleichwertig, beliebig und austauschbar. An alledem wird deutlich: Es gibt keinen festen Rahmen mehr. Die Gestaltung der eigenen Biografie und Lebenspraxis ist jedem Menschen zur Selbstkonstruktion aufgegeben.
Und die gegenwärtige Gesellschaft ist jungen Erwachsenen bei dieser ihrer Suche nach
Orientierung oft keine große Hilfe (mehr).
Vielfältige und konkurrierende Wertvorstellungen, die Beliebigkeit („alles ist möglich – und erlaubt“), Multioptionalität, Steigerung der Erlebnis-, Handlungs- und Lebensmöglichkeiten, der Traditionsabbruch, die Globalisierung – das alles macht Entscheidungen, die in dieser Lebensphase zu treffen sind, nicht gerade einfach.
„Eigentlich sollten wir erwachsen werden“ - aber das ist nicht einfach. Die Herausforderungen der Lebensphase gekoppelt mit den Herausforderungen unsrer Zeit werden für viele zur Überforderung.
Und es gibt unterschiedliche Reaktionen:
- sich alle Wege offen halten – man könnte ja „falsche“ Entscheidungen treffen oder aber sich andere Wege verbauen.
- Alles hier und heute mitnehmen und erleben wollen. Hoppingkultur. Heute hier und morgen dort.
- Das Viele lähmt, überfordert. Dann zieht man sich lieber raus aus alledem. Schafft sich seine eigene, seine Gegenwelt. In einer unüberschaubar und an vielen Stellen unlösbar gewordenen Welt - im Privaten und Globalen (ich sage nur: Atommüll, Arbeitslosigkeit, Generationenvertrag, Umweltprobleme...)
Für die einen ist das das Alte und Bewährte, das oft unreflektiert übernommen wird. Für den andern ist das der Rückzug ein eine eigene kleine Welt, die man sich schafft. Das eigene Häuschen. Das private Glück. Die engen privaten Beziehungen.
3. Die Lebensphase junger Erwachsener als Herausforderung an die Jugendarbeit
Noch nie in der Menschheitsgeschichte zuvor hatte der Mensch die Möglichkeit, so individuell sein Leben gestalten zu dürfen. Aus einer solchen Fülle von Möglichkeiten auswählen zu können. Das ist an sich genial.
Aber das heißt: nicht nur, ich kann und darf mein Leben gestalten, sondern ich muss es auch tun. Sonst tun es andere für mich. Sonst werde ich gelebt.
Diesen Prozess zu begleiten, darin sehe ich die Hauptaufgabe der Arbeit mit jungen Erwachsenen. Mut zu machen, die Herausforderung der Lebensphase als Chance zu entdecken, zu nutzen und zu gestalten.
In der Zielformulierung der JE-Arbeit des ejw haben wir vor einiger Zeit formuliert: Die Arbeit mit Jungen Erwachsenen im ejw stellt sich der Aufgabe, die Lebensthemen, Lebensfragen und Lebensbedürfnisse junger Erwachsener wahrzunehmen und aufzugreifen und mit dazu beizutragen, dass junge Erwachsene zu selbständigen Persönlichkeiten mit eigenem Profil und mit einem reflektierten persönlichen tragfähigen Glauben an Jesus Christus werden. Konkret heißt das (3 Schritte):
- Menschen begleiten, ihre eigene bisherige Lebensbiografie wahrzunehmen. Ihre Lebensgeschichte. Ihr bisheriges Lebenswerk, das an vielen Stellen andere geschrieben haben. Das eigene Lebensmosaik mit allen Brüchen, allen Erfolgen, allem, was man mit auf
den Weg gekriegt hat. Denn Leben nach vorne kann ich nur wirklich gestalten, wenn ich die eigene Geschichte kenne, meine Prägungen, meine Lebensthemen, die zu mir gehören. (Bsp. Lebenswege auf ATW... – spannende Gespräche!)
- Menschen Mut machen, den Stift zum Schreiben der eigenen Lebensgeschichte selbst in die Hand zu nehmen und ihre ganz eigene Geschichte weiterzuträumen, weiterzudenken, weiterzuschreiben. o Mut machen, die Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen. Wissen, was ich mit meinem Leben will. Für mich und für andere. o Mut machen, eigene „entschiedene“ Schritte zu träumen und zu gehen. Manchmal auch gegen die Erwartungen aller anderen. (Bedeutung von „Entscheidungen“ in unsrer Zeit)
- Menschen Mut machen zu einem eigenen reflektierten tragfähigen Glauben an Jesus Christus. Einen Glauben, der auch den Herausforderungen, Krisen und Brüchen des Lebens standhält.
Gottesbilder und –vorstellungen aus Kinder- und Jugendtagen verändern sich und passen oft nicht mehr. Viele alte Antworten verblassen angesichts neuer Fragen. Persönliche Erfahrungen und Lebensherausforderungen (Erfahrungen von gescheiterten Beziehungen, eigene Arbeitslosigkeit, Erfahrungen mit Krankheit, Leid und Tod im Familienumfeld, Platzen von Lebensträumen,...) stellen Glauben auf die Probe – oder machen ihn bei manchem zum ersten Mal überhaupt zum Thema.
Hier beginnt, wenn dieser Auseinandersetzung kein Raum gegeben wird, für viele eine leise Verabschiedung vom Glauben. Übernommenes, was in dieser Phase nicht zum Eigenen geworden ist, wird abgelegt.
Bleiben junge Erwachsene hier auf sich allein gestellt, geschieht genau dieses „Erwachsenwerden im Glauben“ oder „Mitreifen des Glaubens“ oft nicht. Viele nisten sich dann entweder ein in einem Glauben, der „unerwachsen“ bleibt oder aber sie verabschieden sich still und leise davon und er bleibt irrelevant in der Bewältigung und Gestaltung des eigenen Lebens. (heute Nachmittag: Seminar Johannes).
Unterwegs sein mit jungen Erwachsenen, mitgehen zwischen dem Loslassen von eingespurten Pfaden und neuen unsicheren nach vorne offenen Wegen – etwas unwahrscheinlich schönes, spannendes und Notwendiges.
Bevor ich zu den praktischen Konsequenzen für unsre Arbeit komme, einige Beobachtungen zur Arbeit mit Jungen Erwachsenen im Gesamten der Kinder- und Jugendarbeit:
Die Zielgruppe der jungen Erwachsenen genießt anders als die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen bei uns nach wie vor oft nur wenig Aufmerksamkeit. („wenn wir noch Zeit haben, machen wir auch noch was für jE...“). An vielen Stellen wird immer noch nicht realisiert, dass im Zuge der Veränderungen, die das Jugendalter erlebt hat, eine Zielgruppe mit ihrer ganz eigenen Thematik da ist, der in Zukunft noch weit mehr Beachtung zu schenken ist.
Es ist fatal, wenn wir Kinder und Jugendliche zum Glauben einladen, sie aber dann, wenn es darum geht, das eigene Leben einzuspuren und zu gestalten und wenn alles nochmals in Frage steht, alleine lassen. Viele steigen wohl deshalb gerade in dieser Altersphase aus...
Viele Kirchengemeinden und CVJMs, die (nach wie vor) Angebote vor allem im Bereich der
festen kontinuierlichen Gruppenarbeit für junge Erwachsene machen, erleben zunehmend,
dass diese auf immer weniger Resonanz stoßen.
Während wir in unsrer Arbeit Kinder und Jugendliche oft in großer Zahl mit unsren Angeboten erreichen können, ist das bei den jungen Erwachsenen viel schwieriger. Je nach Angebot erreichen wir nur einen kleinen Ausschnitt aus der großen Bandbreite. Oft sind das die jungen Erwachsenen, die auch schon als Kinder und Jugendliche in unsrer Jugendarbeit mit dabei waren und heute oft selbst Mitarbeitende in der Jugendarbeit sind.
Oft sind junge Erwachsene die tragenden Mitarbeitenden in der Kinder- und Jugendarbeit. Die Gefahr ist groß, sie zwar in ihrer Funktion als Mitarbeitende wahrzunehmen, nicht aber als Menschen mit ihren ganz eigenen persönlichen Lebens- und Glaubensfragen. Sie sind noch lange „nicht fertig“, nur weil sie eine Aufgabe übernommen haben. Sie befinden sich selbst in der Lebensphase, in der es gilt, „sein eigenes Ding“ fürs Leben zu finden und zu entwickeln.
Hier ist eine „nach innen“ orientierte Junge-Erwachsenen-Arbeit gefragt, die darauf Wert legt, junge Erwachsene auf ihrem Weg zu begleiten und zu helfen, in ihren Lebens- und Glaubensfragen weiterzukommen. Wenn wir wollen, dass junge Erwachsene nicht stehen bleiben, wenn wir wollen, dass sie dabeibleiben und ihr Glaube an Jesus Christus zum festen Halt auch in den „Wechselzeiten“ ihres Lebens werden kann, sind wir hier gefragt.
Arbeit mit jungen Erwachsenen muss aber immer auch Arbeit „nach außen“ sein. Jugendarbeit ist immer auch missionarisch. Es gilt nicht nur die im Blick zu haben, die schon als Kinder oder Jugendliche Christen geworden sind, sondern auch die Generation der jungen Erwachsenen neu mit dem Evangelium zu erreichen. Dies ist umso schwieriger, je älter und „festgelegter“ junge Erwachsene sind. Aber deshalb nicht weniger wichtig. Die Frage, wie wir neu junge Erwachsene mit der Botschaft von Jesus Christus erreichen können, müssen wir immer wieder neu stellen und beackern.
Während die „Insider“ eher „nach innen“ orientierte Angebote (glaubensvertiefend, geistliches Leben,...) suchen, braucht diese Zielgruppe andere, „nach außen“ orientierte Angebote (missionarisch, einladend, Heimat bietend). Einladende offene Formen und transparent lebende Persönlichkeiten spielen hier eine wichtige Rolle.
Viele junge Erwachsene, auch wenn sie schon lange bei uns dabei sind, haben oft nur noch wenig Bibelwissen, oft ohne spezifische Kenntnisse. Viel wichtiger ist ihnen ein eher allgemeines religiöses Interesse, ein Interesse an geistlich gelebten Formen und Gemeinschaft.
Junge Erwachsene sind heute nicht mehr diejenigen, die ohne zu hinterfragen religiöse Inhalte von Amtspersonen und Autoritäten glauben und für sich annehmen. Sie sind auch nicht mehr die, die nächtelang z.B. über die Urknalltheorie diskutieren, die intellektuell überzeugende Beweise für Gott suchen und davon ihren Glauben abhängig machen.
Nein – was junge Erwachsene heute überzeugt und für sie „wahr“ ist, ist das, was sich in ihrem Leben als wahr erweist. Was erfahrbar ist. Was ihnen in ihrem Suchen und Orientieren hilft. Was alltagstauglich ist. Menschen, die ihnen als Christen begegnen, werden auf ihre Echtheit und ihre Authentizität geprüft. Darauf, ob das was sie sagen, auch in ihrem Leben „geerdet“ ist.
Glaube wird heute kaum noch mit überlieferten Traditionen oder logischen Argumenten
vermittelt. Er muss erfahrbar sein und werden. Er muss (Über-) Lebenshilfe sein.
Glaube von jungen Erwachsenen orientiert sich an eigenen Erfahrungen und nicht an kirchlich verordneten Lehrmeinungen. Nur um der Tradition willen glaubt heute kaum einer mehr. Junge Erwachsene differenzieren sehr genau zwischen „Amtskirche“ und „Kirche als lebendig erlebter geistlicher Gemeinschaft“.
Kirchengemeindliches Leben wird nicht nur von Jugendlichen, sondern vermehrt auch von jungen Erwachsenen (auch von „Insidern“) als „fremde Welt“ erlebt. Sie haben dort keinen Platz. Oft kommen sie mit ihren Themen und Bedürfnissen nicht vor.
4. Konsequenzen für die Arbeit mit jungen Erwachsenen
Zielformulierung der JE-Arbeit des ejw:
Die Arbeit mit Jungen Erwachsenen im ejw stellt sich der Aufgabe, die Lebensthemen, Lebensfragen und Lebensbedürfnisse junger Erwachsener wahrzunehmen und aufzugreifen und mit dazu beizutragen, dass junge Erwachsene zu selbständigen Persönlichkeiten mit eigenem Profil und mit einem reflektierten persönlichen tragfähigen Glauben an Jesus Christus werden.
Um das zu erreichen, braucht es...
... zuallererst „orientierte“ und „orientierende“ Persönlichkeiten in einer orientierungsarmen Zeit. Menschen, die selbst eine Orientierung haben. Menschen, die über die „Erdung“ ihres Glaubens in den Licht- und Schattenzeiten ihres Lebens reden können. Offene, glaubwürdige und authentische Menschen, die für andere zu Wegbegleitern werden. Menschen, die „abschaubar“ leben, die nicht perfekt sondern echt sind in ihren Bemühungen, ihrem Glauben im Alltag Gestalt zu geben. Keine Glaubenshelden sondern Vorbilder.
Menschen, die selbst nie fertig, sondern immer auf der Suche sind. Die in dem, was sie erzählen, auch vor den ungeklärten Fragen und Problemen keinen Halt machen. Die sich darauf einlassen, als bewusste fröhliche Christen mitten in dieser Welt zu leben und sich dabei beobachten und hinterfragen lassen.
Arbeit mit jungen Erwachsenen ist vor allem Beziehungsarbeit. Und dafür braucht es Menschen, die bewusst für die Arbeit mit jungen Erwachsenen „freigestellt“ sind.
... Platz für offene Dialoge und Suchprozesse, für angstfreies (Hinter-)Fragen und Aufeinanderhören, für das Zeigendürfen von Schwächen, Ängsten und Sorgen, für Gelingen und Scheitern.
... Orte und Angebote, in denen junge Erwachsene Beheimatung und Dazugehörigkeit, Sicherheit und Rückhalt, Akzeptanz und Wertschätzung erleben.
... Orte und Angebote, in denen (geistliches) Leben, Begegnung und Gemeinschaft miteinander eingeübt und gelebt werden und Hilfestellungen bieten, im Leben und im Glauben erwachsen zu werden - „nach innen“ also – aber auch einladend für Außenstehende, Suchende,....
Orte, an denen man miteinander Leben teilt, miteinander lebt, arbeitet, weint, lacht, betet, feiert, sucht...
Orte, an denen junge Erwachsene erleben, dass der Glaube an Jesus Christus etwas Aufregendes, Herausforderndes, Faszinierendes und Hilfreiches für ihr Leben ist.
Orte, die zusammenführen – den Menschen mit sich selbst, mit anderen, mit Gott.
Oasen für moderne Nomaden.
... Orte und Angebote, in denen Themen erfahrungsorientiert (unter Einbeziehung intellektueller, emotionaler und handlungsorientierter Dimensionen) und nicht ausschließlich akademisch verkopft aufgegriffen und behandelt werden.
... Orte und Angebote, in denen junge Erwachsene sich in einer Vielfalt von Möglichkeiten ausprobieren, mitgestalten, sich mitbeteiligen, Verantwortung übernehmen und in alledem ihre eigenen Begabungen und Möglichkeiten, aber auch ihre Begrenzungen entdecken können.
5. Arbeitsformen:
Arbeitsformen werden daraufhin zu überprüfen sein, ob sie diesen Anliegen gerecht werden. Während nach innen orientierte Junge-Erwachsenen-Arbeit oft noch in den Formen der Gruppenarbeit (älter gewordene JK, Hauskreise,...) geschieht, sind viele junge Erwachsene aber für diese traditionellen Formen nicht mehr zugänglich.
Die Tendenz geht in der Arbeit mit JE mehr und mehr von der klassischen Gruppenarbeit hin zu offenen projektorientierten, zeitlich befristeten und überschaubaren, oft auch überregionalen, Angeboten.
Es gibt dabei lange nicht mehr nur „die eine Form“. Das macht JE-Arbeit oft auch so schwer greifbar (im Gegensatz zur Jungschar, zur Jugendgruppe). Wichtig ist bei allen Angeboten der ganzheitliche Ansatz:
Eine Ausgewogenheit von „Körper – Geist – Seele“, oder: „Erlebnis/Erfahrbarkeit – Inhalt – Gemeinschaft/Begegnung“ ist im Blick zu behalten. Beispiele für Arbeitsformen mit jungen Erwachsenen: - Gruppenarbeit / Hauskreise: (Baustelle Leben in Stuttgart, Hauskreise...) - Kleingruppen zu bestimmten Themen (zeitlich befristet) (TiW, EiW; serendipity) - Neue kreative Gottesdienste und eigene Jugendgemeinden (BrunchGottesdienste, Sonntagsbrunch von 11-15 Uhr mit abschl. Gottesdienst, d’jego, Nacht der Lichter, Taize, Thomasmesse, Sonntagabende,...) Kirchengemeindliches Leben wird nicht nur von Jugendlichen, sondern vermehrt auch von jungen Erwachsenen (auch von „Insidern“) als „fremde Welt“ erlebt. Sie haben dort keinen Platz. Oft kommen sie mit ihren Themen und Bedürfnissen nicht vor.
Hauskreise werden zum Gemeindeersatz, zur „Gemeinde in der Gemeinde“. Dennoch ist da
auch der Wunsch nach mehr. Überall entstehen und boomen neue Gottesdienste. Immer
mehr nicht nur für Jugendliche, sondern auch für junge Erwachsene.
Junge Erwachsene tun sich zusammen. Gestalten selbst. Bringen ihre Formen, ihre Musik, ihre Sprache, ihre Themen ein. Nicht allein die Sprache, „das Wort“ dominiert. Unterschiedliche Methoden der eigenen Auseinandersetzung, Austausch und Erfahrbarkeit („offene Phasen“) haben ihren Platz. Gemeinschaft wird erlebt. Vor, während und nach dem Gottesdienst findet Begegnung statt. Glaube wird gelebt und erfahrbar.
Nicht nur die Inhalte, die Form und die Atmosphäre, auch die äußeren Rahmenbedingungen entsprechen ihrer Lebenswelt. Diese Gottesdienste finden (mehr oder weniger) regelmäßig statt (bieten also die Möglichkeit der Beheimatung), sind aber dennoch offen. Die Teilnahme verpflichtet zu nichts. Sie entscheiden selbst, in welchem Maß sie sich einbringen (vom mehr oder weniger regelmäßigen Besucher bis hin zum verantwortlich Mitgestaltenden ist alles möglich).
Die Sehnsucht nach solche geistlichen Zentren und Heimatorten scheint groß. Junge Erwachsene orientieren sich dabei nicht mehr primär an der Parochie, sondern suchen Orte, wo sie vorrangig mit Menschen ihres Alters und ihrer Lebensfragen zusammentreffen.
Auch „außenstehende“ junge Erwachsene lassen sich zu solchen Gottesdiensten einladen.
- Verschiedene Angebote geistlichen Lebens (Bibellese-Workshops, Oasentage, Einkehrtage, 7 Wochen mit, Bibelbrunch, Alltagswochen)
- Glaubens- und persönlichkeitsfördernde Seminar- und Bildungsangebote (z.B. Leben in Beziehungen, Bibelseminare, Entscheidungsfindung, Begabungen/Berufung entdecken und leben, Zeit- und Lebensmanagement, Leben mit Scheitern / Krisen / Verletzungen; Verantwortung übernehmen; Konfliktfähigkeit; Identitätsfindung, Begreifen der eigenen Lebensgeschichte, Umsetzen von Lebensträumen, Glaubenskurs..- Atelier Leben, TiW)
- Urlaubsangebote als zeitlich befristete Lebens- und Lerngemeinschaft (Stille Tage, Alltagswochen, Städtereisen in Verbindung mit Biografien herausfordernder Persönlichkeiten (Assisi, Rom, Israel), Sport- und Abenteuerurlaub,...)
- Aktionsgruppen (Musik, Sport – Nordic Walking, MTB, Skat, Kochen... – gemeinsame Interessen.)
- Aktionen (Kultur, Action, Sportangebote, Tanzkurs, Brunch, Talkshows, Filmnächte, Kino in der Kirche, Lebenspraxiswochenende, Kreativtage, Spieletage, Kleidertransport in die Ukraine, ...)
- offene Angebote: Bistros, Cafes,... (Brückenschlag in Kassel, Projektehaus in Flacht, Logokneipe, Sonntagmorgenbrunch, Expresso)
- Bandbreite mit diversen Angeboten übers Jahr verteilt (_ Flyer)
Identität/Glaube
Arbeitswelt
Wohnsituation
Finanzen
Partnerschaft
Soziales Netz
Herkunftsfamilie
Freizeit
Politik