Persönliche Werkzeuge


Wohnzimma goes online (Stefan Niewöhner, 2009)

aus 18plus, alles für die Arbeit mit jungen Erwachsenen

Das Wohnzimma ist ein Raum für junge Erwachsene mitten in der Innenstadt, in dem sich jeder wohlfühlen kann. Das Konzept sieht keine festen Öffnungszeiten vor, sondern die Mitglieder der Jugendgemeinde des CVJM Stuttgart haben einen Schlüssel und können sich jederzeit dort aufhalten: 24 Stunden an jedem Tag der Woche.



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Endlich ist es soweit! Die meisten Bauarbeiten sind abgeschlossen, und aus dem ehemaligen Café Clou im Eingangsbereich des CVJM-Hauses ist ein gemütliches „Wohnzimma“ geworden. Nicht mehr viel erinnert an die frühere Nutzung. Das Podest ist verschwunden, ebenso die Fächerdecke im Stil der 1980er Jahre, entfernt wurden auch die vielen kleinen Lämpchen. Die Theke präsentiert sich kleiner und offener. „Sichtbare Technik“ ist das Stichwort für den neuen Stil. Die Lüftungsrohre hängen unverkleidet vor der anthrazit gestrichenen Decke, ihr silbriger Glanz stellt einen gewünschten Kontrast dar. Froschgrün gestrichene Holzbalken dienen nicht etwa dazu, die Decke noch weiter abzuhängen, vielmehr geben sie ganz bewusst farbige Impulse. Außerdem lässt sich an ihnen hervorragend ein Videobeamer oder dergleichen befestigen.

Die meisten Menschen, die den Raum schon früher kannten, sind überrascht von seiner Größe. Da fällt es gar nicht auf, dass ein kleiner Teil als „Raum der Stille“ abgetrennt ist, der zur Ruhe und zum Gespräch mit Gott einlädt. Viele fleißige Hände haben die Veränderungen ermöglicht. Mit Ausnahme des Fußbodens wurden alle Arbeiten in Eigenleistung von den Mitgliedern der „Baustelle Leben“ erbracht.

Die „Baustelle Leben“ ist die Jugendgemeinde im CVJM Stuttgart. Sie hatte das Bedürfnis, einen Raum für junge Erwachsene mitten in der Innenstadt zu schaffen, in dem sich jeder wohlfühlen könne. Es ging ihnen um einen Ort des Lebens, an dem sie selbst gerne einen Teil ihres Lebens verbringen würden und andere einladen könnten, das Gleiche zu tun. Das Konzept sieht daher keine festen Öffnungszeiten vor, sondern die Mitglieder der „Baustelle Leben“ haben einen Schlüssel können sich jederzeit dort aufhalten: 24 Stunden an jedem Tag der Woche.

„Es ist ein genialer Ort, ich bin gerne hier“, sagt Martin Ecker. Der 25-jährige Student war einer derjenigen, die die Idee im letzten Jahr mit ins Rollen gebracht haben. „Es ist uns wichtig, unseren Glauben mit anderen Menschen zu teilen und zu zeigen, dass Christen auch cool sind und lustige Dinge machen“, beschreibt er seine Motivation. „Wir wollen Neues wagen, uns auf Unbekanntes einlassen und dabei offen und freundlich für Menschen sein, die andere mitbringen, oder die einfach so hierher kommen.“

Damit niemand alleine im „Wohnzimma“ sitzen bleibt, gibt es im Internet unter http://www.wohnzimma.de die Möglichkeit, Aktivitäten in einen Online-Kalender einzustellen. So kann man von überall auf der Welt sehen, was wann passiert. Man kann sich entscheiden, die Sportschau am Samstag doch lieber mit anderen anzuschauen, statt daheim allein vor dem Fernseher zu sitzen. Aber auch Themen-, Diskussions- und Spielabende werden über die Homepage verabredet.

Und die Postmodernen folgen dem „Getwitter“ unter http://www.twitter.com/wohnzimma